Aufgrund seiner besonderen Eigenschaften wird Glycerin sehr häufig in der Hautpflege eingesetzt. Da viele Menschen bereits ein oder mehrere Einsatzgebiete von Glycerin kennen, erscheint ihnen die Verwendung in Kosmetika zunächst oft suspekt. Tatsächlich kommt Glycerin aber auf natürliche Weise auch in der Haut vor. Als sogenannter Natural Moisturizing Factor – also natürlicher Feuchthaltefaktor – ist es ein wichtiger Bestandteil der Hautschutzbarriere. Diese Barriere schützt vor dem Eindringen schädlicher Bakterien, Viren, Pilze oder Substanzen. Zusätzlich sorgt die Hautschutzbarriere für einen ausgeglichenen Feuchtigkeitsgehalt der Haut. Glycerin trägt seinen Teil dazu bei, indem es Wasser aus der Umgebungsluft zieht und es in der Epidermis speichert. Als Wirkstoff in Pflegeprodukten ist Glycerin somit ein effektiver Feuchtigkeitsspender und eignet sich für alle Hauttypen – auch bei empfindlicher Haut.
Schon gewusst? Vielleicht hast du auch davon gehört, dass Glycerin die Haut austrocknen kann und bist deshalb unsicher, ob du nicht lieber eine Hautpflege ohne Glycerin wählen solltest. Diese Sorge ist jedoch unbegründet. Zwar kann der Wirkstoff Wasser nicht nur aus der Umgebungsluft, sondern auch aus tieferen Hautschichten ziehen, allerdings enthalten Hautpflegeprodukte mit Glycerin in der Regel auch schützende Lipide (Fette). So wird die Feuchtigkeit optimal in der Haut eingeschlossen.
Glycerin bei Neurodermitis und Schuppenflechte
Chronische Hauterkrankungen wie etwa Neurodermitis (auch: atopische Dermatitis) oder Schuppenflechte (auch:
Psoriasis) zeichnen sich durch zum Teil extrem trockene und schuppige Haut aus. Gleichzeitig ist die Haut meist empfindlich und reagiert auf viele Pflegeprodukte mit Reizungen. Doch gerade bei diesen Hautanliegen ist Feuchtigkeit essenziell, um die
Trockenheit zu mildern und die Hautschutzbarriere zu stärken. Glycerin ist hier
ideal für die Basispflege, da es intensive Feuchtigkeit spendet, ohne die sensible Haut zu irritieren. Achte zudem darauf, dass die Pflegeprodukte keine Duftstoffe enthalten und allergiegetestet sind.
Glycerin für die Haut im Winter
Im Winter ist deine Haut besonderen Bedingungen ausgesetzt. Die Luft draussen ist kalt und trocken, während die beheizten Innenräume ebenfalls für trockene Luft sorgen. Dies entzieht der Haut wichtige Feuchtigkeit. Gleichzeitig sind die häufigen Temperaturwechsel zwischen drinnen und draussen eine zusätzliche Herausforderung für die Haut. Ihre natürliche Schutzbarriere wird geschwächt, die Haut trocknet aus und neigt nicht selten zu Rötungen. In der kalten Jahreszeit benötigt vor allem deine Gesichtshaut
viel Feuchtigkeit und schützende Lipide. Eine etwas reichhaltigere Creme mit Glycerin ist ein optimaler Feuchtigkeitsspender.
Tipp: Unsere Vichy
MINÉRAL 89 100 Feuchtigkeits-Boost Creme vereint Glycerin mit Hyaluronsäure, Niacinamid, Vitamin E und
Squalan, um deine Haut intensiv und langanhaltend mit Feuchtigkeit zu versorgen.
Glycerin für die Haare
Glycerin wirkt nicht nur auf der Haut, sondern auch auf Haar und
Kopfhaut. Es schützt das Haar vor Feuchtigkeitsverlust und
wirkt einem Austrocknen der Kopfhaut entgegen. Shampoos mit Glycerin können zum Beispiel dabei helfen,
Frizz zu verringern oder Juckreiz auf der Kopfhaut zu mildern. Gleichzeitig verleiht es dem Haar
geschmeidigen Glanz. Unser Vichy
DERCOS PSOlution Pflegeshampoo mit Glycerin, Urea und
Salicylsäure ist ideal bei Schuppenflechte und beruhigt die empfindliche, juckende Kopfhaut. Das milde, sanft peelende Shampoo eignet sich auch als Ergänzung bei medizinischen Behandlungen.
Ist Glycerin schädlich?
Als Wirkstoff in der Hautpflege ist Glycerin in der Regel gut verträglich und es sind
keine Nebenwirkungen bekannt. Auch für die Anwendung von Pflegeprodukten mit Glycerin in der Schwangerschaft liegen keine Hinweise auf schädliche Nebenwirkungen vor. Allergien gegen Glycerin in Form einer Kontaktallergie sind möglich, aber selten. Bei Hautreizungen sollte zur Sicherheit ein Allergietest durchgeführt werden.